#dreckshüfte

Es ist nicht zu verbergen: Ich watschle mich durchs Leben. Und auch wenn ich es lieber als “alternative Gangart” bezeichne, kann es jeder es sehen: Da stimmt was nicht. Und die Diagnose lässt sich folgerichtig aus der Wurzel des Übels schießen. Die hat was mit der Hüfte.

Zum Hintergrund:

Ich habe eine angeborene Hüftdysplasie, eine Fehlstellung von Hüftpfanne und Gelenk.  Als Kleinkind bin ich sehr aufwändig daran operiert worden, und anscheinend haben die das auch ganz gut hingekriegt. Der Doc meint, das ist nicht schlimm, das kanns nicht sein, was die Schmerzen macht. Eine Arthrose ist es auch nicht, die Hüfte ist heil. Ein bisschen Krankengymnastik und die Korrektur des Beckenschiefstands sollten es wieder gut gemacht haben. Es wird aber von Tag zu Tag schlimmer.

Irgendwie beschränkt

Ich habe die gesundheitliche Statur eines nordfriesischen Rindviechs: Viren jeder Art ziehen angewidert an mir vorbei. Die Tage, an denen ich mich krankmelden musste, kann ich an einer Hand abzählen. Kurz: Ich bin das Kranksein nicht gewohnt. Und ich bin ein bisschen überrascht, wie Dauerschmerzen den Horizont verengen, wie sehr mich mein eingeschränkter Bewegungsradius bekümmert und welchen Raum die #Dreckshüfte inzwischen in meinem Leben einnimmt: Wann immer ich einen Termin annehme, muss ich überlegen, ob ich das schaffe, wie ich da hinkomme und ob ich mein Fahrrad mitnehmen muss/kann, das inzwischen eher die Funktion eines Design-Rollators hat. Und ich erlebe, was alle Kranken erleben: Gut gemeinte Ratschläge, Mitleid statt Verständnis und manchmal klingt der leichte Vorwurf mit “Jetzt musst du aber wirklich mal was machen.”

Und nun?

Ich habe keine Ahnung. MRT, Laserbestrahlungen, Ausprobieren mit Schmerzmitteln und irgendwie über Tag und Nacht kommen – das sind jetzt meine Beschäftigungen. Weil das wohl nicht von alleine wieder weggehen will, kommen vielleicht Spezialistenbesuche auf mich zu, lange Wege und irgendwann wahrscheinlich irgendeine OP. Bis dahin wird gewatschelt. Und eins noch: Ich bin für jeden Spaß auf meine Kosten zu haben. Lachen macht gesund 😉

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